Directors Note

Wüste/Außen/Tag ist eine Charakterstudie über zwei Menschen, die, geblendet von sich selbst, aneinander vorbei rennen. Ihr Versuch Nähe herzustellen, scheitert an ihren eigenen Vorstellungen. Der Film ist eine Versuchsanordnung. Er dient nicht dazu, einen klaren Schluss zu finden, der den Zuschauer mit einer Erkenntnis, oder einer Lösung nach Hause gehen lässt. Er ist eine Auseinandersetzung mit der Isoliertheit der Figuren, die etwas von dem wiedergibt, was sich in unseren Lebensräumen entwickelt hat.

Mich interessiert, wie die beiden Figuren miteinander ringen und sich ständig aufeinander zu und voneinander weg bewegen, dass sie nicht aufhören können im Anderen nach ihren Sehnsüchten zu suchen. Mich interessiert, was mit der Sprache passiert, wenn sie sich festfahren und um Kopf und Kragen reden. Mich interessiert, wie sie in ihren Rollen feststecken und wie sie Trugbilder aufbauen, um sich selbst und das Gegenüber zu beeindrucken, wie sie glauben zuzuhören oder etwas von sich preiszugeben und nichts dergleichen tun. Mich interessiert ihre Selbsttäuschung!